Taylor Swift ist eine der erfolgreichsten Musikerinnen unserer Zeit. Seit ihrem Debütalbum 2006 hat sie sich von einer Country-Sängerin zur globalen Pop-Ikone entwickelt. Hier ein chronologischer Überblick über ihre Karriere anhand ihrer Studioalben.
„Taylor Swift“ (2006) – Das Country-Wunderkind
Taylor Alison Swift wird am 13. Dezember 1989 in Reading, Pennsylvania, geboren und wächst in Wyomissing auf. Schon als Kind begeistert sie sich für Musik, besonders für Country. Mit 14 zieht sie mit ihrer Familie nach Nashville, um eine Musikkarriere zu verfolgen. Sie unterschreibt einen Vertrag mit Big Machine Records und veröffentlicht 2006 ihr selbstbetiteltes Debütalbum.
Das Album wird ein Überraschungserfolg. Songs wie „Tim McGraw“, „Teardrops on My Guitar“ und „Our Song“ machen sie zum Teenie-Star der Country-Szene. Mit ihrem jungenhaften Charme und Songwriting-Talent gewinnt sie zahlreiche Fans – und erste Auszeichnungen.
„Fearless“ (2008) – Der nationale Durchbruch
Mit „Fearless“ katapultiert sich Taylor Swift an die Spitze der US-Charts. Die Singles „Love Story“ und „You Belong with Me“ werden weltweite Hits. Das Album verkauft sich millionenfach und gewinnt 2010 den Grammy für das „Album des Jahres“.
Doch 2009 sorgt ein anderer Moment für Schlagzeilen: Bei den MTV Video Music Awards unterbricht Kanye West ihre Dankesrede und behauptet, Beyoncé hätte den Preis verdient. Der Vorfall wird ein popkulturelles Ereignis und verfolgt Swift über Jahre hinweg.
„Speak Now“ (2010) – Der Beweis ihres Talents
Für „Speak Now“ schreibt Swift alle Songs allein – ein Statement ihrer künstlerischen Eigenständigkeit. Mit Tracks wie „Mine“, „Back to December“ und „The Story of Us“ verfeinert sie ihren Stil. Das Album wird ein kommerzieller Erfolg und zeigt ihre Fähigkeit, autobiografische Geschichten in eingängige Melodien zu verpacken.
„Red“ (2012) – Die Pop-Wende beginnt
Mit „Red“ öffnet sich Taylor Swift dem Pop. Songs wie „We Are Never Ever Getting Back Together“ und „I Knew You Were Trouble“ enthalten elektronische Elemente. Das Album zeigt ihre Vielseitigkeit und macht sie endgültig zu einem internationalen Superstar.
Der Song „All Too Well“, eine ergreifende Ballade über eine gescheiterte Beziehung, wird unter Fans zu einem Kult-Hit – Jahre später wird er in einer zehnminütigen Version neu veröffentlicht.
„1989“ (2014) – Der endgültige Schritt zum Pop
Mit „1989“ verabschiedet sich Swift endgültig vom Country und taucht in den Synthpop ein. Hits wie „Shake It Off“, „Blank Space“ und „Style“ dominieren die Charts. Das Album wird mit drei Grammys ausgezeichnet, darunter erneut als „Album des Jahres“.
Das Video von „Shake“ It Off hat inzwischen unglaubliche 3,5 Milliarden Views auf Youtube.
Ihr Image wandelt sich: Vom netten Country-Mädchen zur selbstbewussten Pop-Ikone mit einer „Squad“ aus prominenten Freundinnen. Doch nicht jeder ist begeistert – Kanye West und Kim Kardashian werfen ihr vor, in die Opferrolle zu schlüpfen. Ein öffentlicher Konflikt beginnt.
„Reputation“ (2017) – Der düstere Neustart
Nach einer Social-Media-Pause meldet sich Swift mit „Reputation“ zurück – einem düsteren, elektronischen Album, das mit ihrem Image als Medienfigur spielt. Der Song „Look What You Made Me Do“ nimmt Bezug auf die Kanye-Kontroverse.
Trotz des provokanten Tons enthält das Album auch emotionale Momente wie „Delicate“ und „New Year’s Day“. Die dazugehörige Welttournee wird zur umsatzstärksten US-Tour des Jahres.
„Lover“ (2019) – Farbenfroher Optimismus
Nach dem düsteren „Reputation“-Zyklus bringt Swift mit „Lover“ wieder mehr Leichtigkeit in ihre Musik. Songs wie „ME!“ und „You Need to Calm Down“ setzen auf positive Botschaften. Auch politisch bezieht sie erstmals öffentlich Stellung, indem sie LGBTQ+-Rechte unterstützt.
„Folklore“ & „Evermore“ (2020) – Die Indie-Wende
Während der Corona-Pandemie überrascht Swift mit zwei introspektiven Alben in Zusammenarbeit mit Indie-Künstlern wie Bryce Dessner (The National), Jack Antonoff und Justin Vernon (Bon Iver): „Folklore“ und „Evermore“. Mit minimalistischen Arrangements und melancholischen Storytelling-Songs wie „Cardigan“ oder „Willow“ erfindet sie sich erneut neu. „Folklore“ gewinnt erneut den Grammy für das „Album des Jahres“, obwohl es keine klassischen Pop-Hits enthält.
„Midnights“ (2022) – Zurück zum Pop
Mit „Midnights“ kehrt Swift zum Pop zurück, diesmal mit einem sanften, elektronischen Sound. Die Single „Anti-Hero“ wird ihr bislang größter Streaming-Hit. Das Album bricht mehrere Rekorde und zeigt, dass Swift auf dem Höhepunkt ihrer Karriere ist.
Parallel beginnt sie, ihre alten Alben als „Taylor’s Version“ neu aufzunehmen, um die Rechte an ihrer Musik zurückzuerlangen.
„The Tortured Poets Department“ (2024) – Zwischen Melancholie und Mainstream
Mit „The Tortured Poets Department“, erschienen am 19. April 2024, liefert Taylor Swift ein weiteres Kapitel ihrer musikalischen Evolution. Das Album bewegt sich zwischen melancholischem Storytelling und elektronischem Pop, mit düsteren, introspektiven Texten über Herzschmerz, Ruhm und Selbstreflexion.
Musikalisch knüpft es an die Atmosphäre von „Midnights“ an, integriert aber auch Indie- und Alternative-Einflüsse. Die Singles „Fortnight“ (feat. Post Malone) und „The Albatross“ zeigen Swifts Fähigkeit, persönliche Geschichten in eingängige Melodien zu verwandeln. Fans und Kritiker feiern besonders die emotionalen Texte und das atmosphärische Sounddesign.
Mit diesem Album beweist Swift erneut ihre Vielseitigkeit und ihren ungebrochenen Erfolg – „The Tortured Poets Department“ bricht Streaming-Rekorde und dominiert weltweit die Charts. Die Welttournee bricht erneut alle Rekorde.
Im US-Wahlkampf 2024 spricht sich Taylor Swift überraschend für die demokratische Kandidatin Kamala Harris aus, konnte das Schicksal ihres Landes trotz ihrer enormen Fanbase allerdings nicht mehr ändern.
Die besten Songs von Taylor Swift (Playlist)
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